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Abstiegskandidat FCA ratlos Streich feiert höchsten Bundesliga-Sieg

Ein furioser SC Freiburg verschärft die Abstiegssorgen des schwachen FC Augsburg. Augsburgs Trainer Manuel Baum findet die Leistung seiner Elf unerklärlich. Sein Trainer-Kollege Christian Streich jubelt über einen besonderen Bundesliga-Sieg.

23.02.2019 19:40
Von Kristina Puck, dpa

Das heftige 1:5 beim SC Freiburg ließ Augsburgs Trainer Manuel Baum ernüchtert und ratlos zurück.

Warum seine Elf in dem im Abstiegskampf so immens wichtigen Spiel eine gute Woche nach dem achtbaren 2:3 gegen den FC Bayern einen solch schwachen Auftritt zeigte, konnte sich der Coach nicht erklären. „Das muss ich erst mal sacken lassen. Was wir in der ersten Halbzeit auf den Platz gebracht haben, ist ganz weit weg von dem, wofür wir in Augsburg stehen“, sagte Baum und kündigte Redebedarf mit seiner Mannschaft an.

Im Gegensatz dazu freute sich Freiburgs Trainer Christian Streich über den höchsten Bundesliga-Sieg in seiner gut siebenjährigen Amtszeit - und lobte sein Team für ein „begeisterndes“ Spiel: „Ich bin gottfroh, es war ein brutal wichtiges Spiel.“

Mit dem ersten Rückrundensieg enteilte der Sport-Club dem Tabellen-15. Augsburg um neun Punkte und verschärfte die Nöte der Augsburger. Zweimal Nils Petersen (9./43. Minute), Vincenzo Grifo (30.) mit einem sehenswerten Freistoß, Luca Waldschmidt (64.) und Florian Niederlechner (85.) trafen vor 23.600 Zuschauern für die in der ersten Hälfte klar besseren Gastgeber.

Das Tor von Rani Khedira war für die bayerischen Schwaben viel zu wenig (52.). Die Augsburger verloren in der Nachspielzeit zudem Reece Oxford nach einer Roten Karte. Der FCA hat zwar vom Quartett im Tabellenkeller noch immer die beste Ausgangssituation, nun aber sechs der vergangenen sieben Liga-Partien verloren. Bei den bevorstehenden schwierigen Aufgaben gegen Borussia Dortmund und in Leipzig droht die Situation noch bedrohlicher zu werden.

Die Freiburger traten im Schwarzwald-Stadion von Beginn an entschlossen an - anders als zunächst die stärker unter Druck stehenden Gäste. Energisch setzten die Gastgeber den FCA unter Druck und kamen zu zahlreichen Chancen.

Petersen belohnte Freiburg früh und nutzte dabei einen Abwehrfehler gnadenlos aus: Nach einem Abschlag von Torhüter Alexander Schwolow trat FCA-Verteidiger Khedira am Ball vorbei. Grifo ließ die Fans des Sport-Clubs ein zweites Mal jubeln: Aus rund 20 Metern zirkelte der Winter-Rückkehrer einen Freistoß unhaltbar für FCA-Torhüter Gregor Kobel über die Mauer. Der offensive Mittelfeldspieler bereitete per Ecke auch Petersens zweites Tor vor - 3:0.

Der von Ausfällen geschwächte FCA hätte sich auch über einen höheren Pausen-Rückstand nicht beschweren dürfen und offenbarte ohne den verletzten Torjäger Alfred Finnbogason auch in der Offensive klare Schwächen. „Es hätte noch schlimmer kommen können. Die ersten 45 Minuten waren wir nicht auf dem Platz“, schimpfte FCA-Torhüter Kobel. „Ich kann schwer sagen, woran es gelegen hat. Was feststeht, ist, dass so eine Leistung in der Bundesliga nicht geht.“

Nach der Pause kam der Viertletzte zunächst mit mehr Elan aus der Kabine. Nach dem Anschluss fehlte wenige Minuten später nicht viel, und Khedira hätte für das 2:3 gesorgt. Doch dann beendete Waldschmidt mit dem vierten Freiburger Treffer weitgehend den Schwung der Gäste. Niederlechner setzte den Schlusspunkt beim höchsten Freiburger Sieg in dieser Spielzeit - das 3:0 am 8. Dezember gegen Leipzig war zuvor der deutlichste Erfolg der Breisgauer gewesen.

(Von Kristina Puck, dpa)

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