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Hertha BSC - Eintracht Frankfurt Moderate Umbaumaßnahmen

Warum Eintracht Frankfurt im Winter personell nachlegen sollte. Verteidiger Carlos Salcedo drängt in die Mannschaft.

Eintracht Frankfurt
Frohgemut bei der Arbeit: Carlos Salcedo. Foto: Jan Hübner

Am Montag, beim Auslaufen der Profis von Eintracht Frankfurt, hatte Carlos Salcedo richtig Spaß. Mit einem geknoteten Kopftuch spulte der Innenverteidiger seine Übungen ab, auch die langen Läufe störten seine ausnehmend gute Laune nicht, zuweilen trällerte er ein Liedchen. Es war nicht zu übersehen: Der Mexikaner hat Freude an seinem Beruf, den er bekanntlich eine Weile nicht hat ausüben können. Im zweiten Saisonspiel, zu Hause gegen Werder Bremen, hatte ihn ein übler Tritt von Davy Claassen außer Gefecht gesetzt – das Syndesmoseband war gerissen, Salcedo musste operiert werden und lag beinahe acht Wochen auf Eis. Erst Mitte November war der in Mexiko als „El Titan“ bekannte Verteidiger übungshalber am Ball. Seine Trainingsleistungen sind seitdem gut, „er macht einen ordentlichen Eindruck“, stellte dieser Tage Eintracht-Trainer Adi Hütter fest. „Er ist ja schon länger im Mannschaftstraining und brennt auf seinen Einsatz.“

Das hätte der 48 Jahre alte Fußballlehrer gar nicht eigens erwähnen müssen, Salcedo will unbedingt zurück ins Team. Er selbst hätte sich schon vor zehn Tagen aufgestellt, schon in der Partie beim FC Augsburg hätte er am liebsten mitgemischt. Gerade weil Eintracht Frankfurt in den letzten Wochen von Sieg zu Sieg geeilt war, ist es dem Mexikaner schwergefallen, von außen nur zusehen zu müssen. Bisher reichte es aber nur zu einem Platz auf der Ersatzbank.

Das könnte sich jetzt ändern. Carlos Salcedo ist ein heißer Kandidat für die Startelf am kommenden Samstag in Berlin. Dort trifft die Eintracht um 18.30 Uhr auf Hertha BSC, die nur drei Punkte hinter den Hessen lauert, und Salcedo könnte erstmals seit dem 1. September wieder verteidigen. Er würde dann wahrscheinlich für Marco Russ in die Mannschaft kommen. Der Routinier hat gegen den VfL Wolfsburg sicher nicht seinen besten Tag erwischt, er offenbarte einige Stellungsfehler und hatte vor allem Schwierigkeiten, wenn es in den Sprint ging. Derlei Tempodefizite sind bei Russ bekannt, in aller Regel kann der 33-Jährige das mit gutem Auge und der Erfahrung von mehr als 300 Bundesligaspiele ausgleichen. Manchmal aber auch nicht.

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