Lade Inhalte...

Eintracht Frankfurt Rauchende Köpfe

Nach dem erfolgreichen Rückrundenstart feilt die Eintracht am Angriffsspiel - das fängt schon ganz hinten an.

Training bei der Eintracht
Oberschenkel hält: Mijat Gacinovic (r.) mischt wieder im Training mit, hier gegen Sebastian Rode. Foto: Hübner

Als Adi Hütter seine kickenden Jungs um sich scharte, als der Fußballlehrer von Eintracht Frankfurt einige Minuten lang im Mittelkreis des Trainingsplatzes auf sie einredete und von weit ausschweifenden Armbewegungen unterstützt die kommenden Übungsformen skizzierte, da rauchten den Bundesligaprofis die Köpfe - und das im doppelten Sinne. Nicht nur, dass sich um das Pulk eine in die Luft aufsteigende Dampfwolke bildete, schließlich wurden die Fußballer trotz Minusgraden von ihrem Trainer gehörig ins Schwitzen gebracht, auch musste sich so manch einer doch sichtbar konzentrieren, um die Vorgaben des Chefs zu erfüllen.

So waren im Spielchen über das halbe Feld anfangs drei Ballkontakte erlaubt, später zwei, zwischenzeitlich sogar mal nur noch einer, was dann doch manch Kicker überforderte, so dass Hütter schließlich befahl, die Angriffe vornehmlich über extra abgesteckte Außenbahnen vorzutragen. Zugegeben, solch Übungseinheiten mit begrenzten Ballkontakten sind sicher keine neue Erfindung in der Trainingsarbeit, schon eher schnöder Alltag von Kreisklasse bis Bundesliga, unter Anleitung von Adi Hütter aber sind die Fortschritte sichtbar.

Mijat Gacinovic zieht durch

Der Österreicher will, dass das Spiel seiner Mannschaft noch schneller wird als es ohnehin schon ist. Er will, dass häufiger flach und nicht ganz so oft hoch gespielt wird. Und er will, dass im besten Fall die Attacken über die Seiten nach vorne getragen werden. Ohne ein Trainingsspielchen zu sehr bewerten zu wollen: Gestern gelang das gut. Das Niveau dieses einstündigen Kicks auf rutschigem Untergrund war durchaus hoch.

Mittendrin - 24 Spieler trainierten auf dem Platz, Lucas Torro absolvierte am Rand sein eigenes Aufbauprogramm - war erstmals auch wieder Mijat Gacinovic. Der 23-jährige Serbe, der sich zwei Tage vor Weihnachten im Spiel gegen den FC Bayern am linken Oberschenkel verletzt hatte, zog das volle Programm durch. Offenbar ohne Probleme. Gacinovic sprintete, dribbelte, schoss ein schönes Tor und dürfte beim kommenden Spiel in Bremen sicher im 18-köpfigen Kader stehen. Reif für die erste Elf wäre Gacinovic nur dann, wenn Adi Hütter sich dazu entschließen würde, auswärts lieber mal nicht mit drei Spitzen zu beginnen. Möglich, aber eher nicht dem Naturell des Trainers entsprechend.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen