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Frankfurter Hauptbahnhof Besser hören am Gleis

Die Deutsche Bahn testet eine neue Lautsprecher-Technik am S-Bahn-Halt Hauptbahnhof. Die Ansagen sollen präziser sein.

Holoplot
Auch Knut Ringat vom RMV will nie mehr Bahnhof verstehen. Foto: peter-juelich.com

Klar verständliche Information für S-Bahn-Fahrgäste – das soll eine neue Technik bieten, die die Deutsche Bahn seit Mittwoch am Frankfurter Hauptbahnhof testet. Das Audiosystem soll „Schallwellen gezielt wie einen Lichtstrahl auf beliebige Punkte im Raum fokussieren“ können. Zu hören ist es auf den stadtauswärts führenden Gleisen 103 und 104 im Tiefbahnhof.

Das Besondere an der von einem Berliner Start-up entwickelten Technik sei die Präzision, teilten die Deutsche Bahn und der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) mit, die beide an dem bundesweiten Pilotprojekt beteiligt sind. Im Tiefbahnhof verkehren Züge mitunter im Minutentakt. Auch im Trubel des Berufsverkehrs sollen die Informationen aus den Lautsprechern bei den Fahrgästen klar und sauber ankommen. Die Durchsagen werden direkt auf den betroffenen Bahnsteig gerichtet. 

Ansagen für das jeweils gegenüberliegende Gleis sind nicht mehr zu hören. Das soll für eine leichtere Orientierung und eine insgesamt geringere Geräuschkulisse sorgen. 

23 Audio-Module wurden an elf Standorten installiert. Sind die Erfahrungen nach einem halben Jahr positiv, sollen die softwaregesteuerten Lautsprecher an weiteren Bahnhöfen zum Einsatz kommen.

In den Genuss der neuen Technik konnten am Mittwoch Fahrgäste kommen, die unfreiwillig am Hauptbahnhof landeten statt an Galluswarte oder Messe. Wegen eines Notarzteinsatzes an der S-Bahn-Station Ostend war der Fahrplan mal wieder durcheinandergeraten. Betroffen waren laut RMV alle Linien bis auf die S7, die nicht den Innenstadttunnel passieren muss. Nach 9.45 Uhr kam es den Angaben zufolge zu Zugausfällen und Verspätungen. Eine Sprecherin der Deutschen Bahn konnte auf Nachfrage der Frankfurter Rundschau keine näheren Angaben zu dem Grund für den Noteinsatz machen. Es habe sich nach ihrer Kenntnis aber nicht um einen Unfall gehandelt. 

Der Notarzteinsatz war nach ihren Angaben gegen 10 Uhr beendet. Danach habe sich der S-Bahn-Verkehr wieder normalisiert. Bis in die Mittagszeit kam es allerdings noch zu Verspätungen.  (mit lad)

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