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Opel Opel will Produktion in Rüsselsheim zurückfahren

Nach Informationen der Gewerkschaft IG Metall will der Autobauer Opel in seinem Rüsselsheimer Stammwerk nur noch 68.000 statt 123.000 Autos produzieren.

24.01.2019 09:05
Opel-Werk in Rüsselsheim
Der Stammsitz des Autobauers Opel in Rüsselsheim. Foto: Arne Dedert (dpa)

Der Autobauer Opel will nach Gewerkschaftsinformationen die Produktion in seinem Stammwerk Rüsselsheim drastisch zurückfahren. In diesem Jahr sei nur noch eine Produktion von 68 000 statt 123 000 Autos geplant, berichtete zuerst die „Mainzer Allgemeine. Quelle ist eine interne Mitarbeiterinformation der IG-Metall-Betriebsräte. Über Auswirkungen auf die Arbeitsplätze war zunächst nichts bekannt.

In dem Produktionswerk arbeiten rund 3000 Menschen im Zwei-Schichtbetrieb. Sie montieren die Modelle Insignia und Zafira, für den Opel gerade einen Nachfolger vorgestellt hat, der aber im britischen Luton gebaut wird. Für den langsam auslaufenden Zafira will Opel ein zweites Modell nach Rüsselsheim vergeben, das dann bereits auf einer Plattform des neuen Mutterkonzerns PSA steht. Eine Entscheidung dazu soll noch in diesem Jahr verkündet werden.

Unter Ägide der französischen Peugeot-Mutter ist Opel auf einen drastischen Sparkurs geschwenkt. Auch im Rüsselsheimer Entwicklungszentrum sollen 2000 der rund 7000 Arbeitsplätze an einen externen Dienstleister abgegeben werden. Opel hat versprochen, die Sanierung ohne Werkschließungen und betriebsbedingte Kündigungen zu bewerkstelligen.

Zu den aktuellen Produktionsplanungen wollte sich das Unternehmen am Donnerstag nicht konkret äußern. Man passe die Produktion kontinuierlich an die Volumenplanung an und fokussiere sich auf profitable Vertriebskanäle, erklärte ein Sprecher. Bereits im vergangenen Jahr hatte Opel weniger Autos verkauft, dafür aber nach eigenen Angaben pro Stück mehr verdient. (dpa)

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