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Whatsapp Sinnloser Aktionismus

Falschmeldungen verschwinden nicht, nur weil ein Messenger-Dienst deren Verbreitung einschränkt

WhatsApp
WhatsApp schränkt das Weiterleiten von Nachrichten ein. Foto: dpa

Informationen, einmal ins Netz gelangt, verschwinden nicht, wenn man sie verbietet. Nicht mal, wenn man sie löscht, sie tauchen immer wieder auf. Und erst recht hilft es nicht, wenn man die Funktion, Nachrichten in einem Messenger weiterzuleiten auf fünf Mal beschränkt. Der Vorstoß der Facebook-Tochter Whatsapp gegen unkontrollierte Verbreitung von Falschinformationen ist nichts als sinnloser Aktionismus der zeigen soll: „Keine Sorge, wir tun etwas“.

Die Menschen werden Falschmeldungen weiter produzieren, verbreiten und glauben. Nur weil man sie nicht mehr per Whatsapp verschicken kann, heißt das nicht, dass sie nicht weiterverbreitet werden können, zum Beispiel via Facebook-Messenger oder einfach per E-Mail.

Notwendig ist daher reale Aufklärung statt digitalem Aktionismus. Es muss klargemacht werden, dass nicht jede Information, jedes Video, jeder Artikel, und wirkt er noch so nachrichtlich, die Wahrheit ist. Dass man Inhalte überprüfen muss, Quellen und Fakten vergleichen, bevor man blind glaubt, was per Whatsapp weitergeleitet wird.

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