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Schulen in Frankfurt Viele Ideen für den Schulcampus

Die Entscheidung, wie das Gelände im Frankfurter Westend fürs Adorno-Gymnasium und eine neue Grundschule einmal aussehen soll, fällt im Frühjahr.

Adorno
Ein zweitplatzierter Entwurf: Zwei Schulen sind in einem Gebäuderiegel untergebracht. Foto: WTR/Mijaa/Topotek1

Bis Ostern müssen sich Schulgemeinde und Stadtteil noch gedulden. Dann erst steht fest, nach welchem Entwurf der oder die Neubauten für das Adorno-Gymnasium und eine neue Grundschule an der Miquelallee errichtet werden. Unter den 19 eingereichten Wettbewerbsbeiträgen für den Schulcampus im Westend fand die Jury keinen eindeutigen Sieger. Es gibt zwei zweite Plätze, einen dritten und einen vierten.

„Mit allen vier Preisträgern gehen wir nun in Verhandlung“, sagte Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) am Mittwoch im Planungsdezernat, wo alle Arbeiten ausgestellt sind. Nach der Bearbeitung der Entwürfe solle dann die endgültige Entscheidung fallen.

Auf dem Gelände an der Miquelallee will die Stadt die beiden Schulen und auch einen Sportkomplex errichten. Die vier Sporthallen „sollen auch von anderen Schulen und Vereinen genutzt werden“, sagte Weber. Aula und Mensa sollen sich ebenfalls dem Stadtteil öffnen und als Veranstaltungsorte dienen. Baudezernent Jan Schneider (CDU) rechnet damit, dass der Schulcampus für rund 2000 Schülerinnen und Schüler im zweiten Halbjahr 2024 fertig sein wird.

Wie auf dem 18.700 Quadratmeter großen Areal die Schulen unterkommen sollen, dafür hatten die Architekten ganz unterschiedliche Ideen. Einer der beiden zweitplatzierten Entwürfe sieht etwa einen gemeinsamen Gebäuderiegel für beide Schulen vor. Der andere plant mit zwei getrennten Bauten. Eine Herausforderung bei der Planung sei die Lage an einem Verkehrsknotenpunkt, sagte Weber.

Wegen des Lärms und der Luftqualität könne nicht wie in manchen Entwürfen vorgesehen, ein Pausenhof auf dem Dach die einzige Aufenthaltsmöglichkeit für Schüler sein.

Mathias Koepsell, Leiter des Adorno-Gymnasiums, gewinnt vor allem den zweitplatzierten Entwürfen viel Gutes ab. Der langgezogene Riegel ist für ihn etwa ein „Zeugnis von Selbstbewusstsein in der Stadt“. Denn so werde die Schule auf dem Gelände nicht versteckt.

Die Preisträger

Die Ausstellung der Entwürfe geht noch bis Sonntag, 3. Februar, Atrium des Planungsdezernats, Kurt-Schumacher-Straße 10.

Zwei zweite Plätze: h4a Gessert+Randecker Architekten mit Glück Landschaftsarchitektur sowie Wörner, Traxler, Richter Planungsgesellschaft mit Mijaa Raummanufaktur und Topotek 1 Landschaftsarchitekten. 

Dritter Preis: Hess/Talhof/ Kusmierz mit Burger Landschaftsarchitekten und Peter Kühne Partnerschaft. 

Vierter Preis: Büro Dietrich Untertrifaller mit HKK Landschaftsarchitektur. 

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Schulen in Frankfurt

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